Mit Technik gegen Drohnen: Die Londoner Flughäfen Gatwick und Heathrow haben Systeme angeschafft, die verhindern sollen, dass Drohnen den Flugverkehr stören. Vor Weihnachten hatten Unbekannte mithilfe eines oder mehrerer solcher Fluggeräte Gatwick anderthalb Tage stillgelegt.

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Ein solcher Zwischenfall soll sich nicht mehr wiederholen. Deshalb haben die beiden größten Londoner Flughäfen mehrere Millionen britische Pfund in Anti-Drohnen-Technik investiert. “Die Sicherheit unserer Passagiere und Kollegen hat oberste Priorität”, sagte ein Sprecher des Flughafens Heathrow der britischen Nachrichtenagentur Press Association (PA).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Drohnen unschädlich zu machen: Eine Möglichkeit ist, sie mit einem Netz zu fangen. Das Netz kann dabei von einem Netzwerfer vom Boden oder aber von einer Drohne abgeschossen werden. Es wurden aber auch schon Raubvögel auf Drohnen abgerichtet.

Die Kommunikation wird unterbrochen

Statt die Drohne abzufangen ist es auch möglich, die Kommunikation zwischen ihr und dem Piloten zu stören. Gatwick hatte nach dem Zwischenfall ein Drohnenabwehr-System vom britischen Militär ausgeliehen. Dabei handelte es sich mutmaßlich um Drone Dome, das das israelische Unternehmen Rafael entwickelt hat.

Es arbeitet mit vier Radarsystemen, die eine Rundumüberwachung ermöglichen und hat eine Reichweite von etwa drei bis zehn Kilometern. Es kann zusätzlich mit einem Laser ausgestattet werden, der eine detektierte Drohne zerstört. Die britische Armee hatte Drone Dome im vergangenen Sommer angeschafft. Gatwick und und Heathrow haben aber keine Angaben gemacht, welches System zur Drohnenabwehr sie einsetzen.

In Heathrow hat es mehrfach Beinahe-Kollisionen von Flugzeugen mit Drohnen gegeben. Der Flughafen Gatwick wurde vor Weihnachten fast anderthalb Tage geschlossen, nachdem am Abend des 19. Dezember zwei Drohnen entdeckt worden waren.

Trotz eines Großeinsatzes der Polizei konnten der oder die Piloten nicht gefunden werden. Immer wieder ließen sie ihre Fluggeräte steigen. Erst am frühen Morgen des 21. Dezember wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen. Rund 1.000 Flüge fielen aus oder wurden auf andere Flughäfen und den europäischen Kontinent umgeleitet. Etwa 140.000 Passagiere waren betroffen.

Der Hintergrund ist weiterhin unklar. Die Polizei nahm zwei Personen fest. Sie wurden aber schnell wieder freigelassen.

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